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11.11.2022

Spitex Statistik 2021: Die Leistungen der Spitex sind weiterhin steigend

Das Bundesamt für Statistik BfS hat die aktuellen Zahlen zu "Sozialmedizinische Betreuung in Institutionen und zu Hause 2021" veröffentlicht. Die Statistik zeigt, dass die Menschen in der Schweiz ungebrochen mit Unterstützung und Pflege durch die Spitex so lange wie möglich zu Hause in den eigenen vier Wänden leben möchten.

Insgesamt wurden in der Schweiz 440’747 (im Vorjahr: 420'793) Klientinnen und Klienten zuhause durch Spitex-Mitarbeitende und freischaffende Pflegefachpersonen gepflegt und betreut. Es wurden im Jahr 2021 insgesamt 20'577’270 (im Vorjahr: 19'167’566) Pflegestunden und 6'358’444 (im Vorjahr: 6'292’071) Betreuungsstunden geleistet. In der Spitex waren 59’176 Personen (im Vorjahr: 56’763) tätig.

Nachfolgend die wichtigsten Zahlen zur Nonprofit-Spitex (nicht-gewinnorientiert) aus der Spitex Statistik 2021 (Vergleichszahlen aus dem Jahr 2020 jeweils in Klammer):

  • Die nicht-gewinnorientierte Spitex ist nach wie vor Marktführerin: 77% (78%) aller Klientinnen und Klienten und 67% (69%) der geleisteten Pflegestunden werden von der nicht-gewinnorientierten Spitex übernommen. Die ambulante Gesundheitsversorgung wächst, so ist auch die Anzahl der privaten, gewinnorientierten Spitex-Organisationen und der selbstständigerwerbenden Pflegefachpersonen angestiegen.
  • Mehr Mitarbeitende, nämlich 41'463 (40'256), haben insgesamt mehr Klientinnen und Klienten, nämlich 337'629 (327'350), gepflegt und betreut (Pflegeleistung und Unterstützung).
  • Der Anteil der über 80-jährigen Personen, die Pflegeleistungen beanspruchen, hat in den vergangenen Jahren kontinuierlich abgenommen. 37% der Klientinnen und Klienten, die pflegerische Leistungen beanspruchen, sind über 80-jährig (das entspricht 108’479 Personen). Dieser Anteil ist seit 2011 um 12% gesunken.
  • Hingegen hat insbesondere der Anteil der 20-64-jährigen Klientinnen und Klienten zugenommen. Er liegt heute bei 29% (dies entspricht 84’972 Personen) und ist damit seit 2011 um 9% angestiegen. Diese Entwicklung zeigt, dass die ambulante Pflege zunehmend auch Leistungen übernimmt, die bis anhin im stationären Bereich erbracht wurden (wie Onkologiepflege, Palliative Care, komplexe Pflegesituation nach einem Spitalaustritt etc).
     
  • Die Anzahl Stunden pro Klientin und Klient in der Langzeitpflege ist bei der nicht-gewinnorientierten Spitex nur halb so hoch (48) wie bei gewinnorientierten Organisationen (114). Im Bereich Hauswirtschaft und Sozialbetreuung ist es nur ein Drittel: 41 Stunden versus 122. Dies ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass die nicht-gewinnorientiert-Spitex auch Kurzeinsätze übernimmt (aufgrund ihrer Aufnahmepflicht).
  • Von den verrechneten Pflegeleistungen sind 37% Behandlungspflege und 53% Grundpflege. Bei den gewinnorientierten Organisationen liegen die entsprechenden Anteile bei 25% (Behandlungspflege) und 69% (Grundpflege). Das bedeutet, dass die nicht-gewinnorientierte Spitex mit komplexen Pflegesituationen konfrontiert ist und diese von entsprechenden Fachpersonen ausgeführt werden müssen. Dies spiegelt sich auch in den Bildungsabschlüssen wider: Bei der nicht-gewinnorientierten Spitex verfügt 34% des Personals (in VZÄ) über einen tertiären Abschluss (Diplom, Bachelor oder Master) und 25% über eine berufliche Grundausbildung (FaGe, FaBe etc.). 32% haben einen Kurs absolviert (Pflegehilfe, Haushelferin oder verfügen über keine spezifische Ausbildung). Bei der gewinnorientierenten Spitex liegen diese Anteile bei 22% (tertiär), 26% (berufliche Grundbildung) und 46% (Kurse oder keine spezifische Ausbildung).

Detaillierte Informationen hier abrufbar: Sozialmedizinische Betreuung in Institutionen und zu Hause im Jahr 2021 | Bundesamt für Statistik (admin.ch)

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